Bürgerbefragung beleuchtet das Einkaufsverhalten der Rheinenser

Bürgerbefragung beleuchtet das Einkaufsverhalten der Rheinenser – Kaufkraftbindung unterscheidet sich sortimentsspezifisch

Das Einkaufsverhalten der Rheinenser ist ein weiteres zentrales Thema der groß angelegten Bürgerbefragung, die die EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH gemeinsam mit der Stadt, dem Handelsverein, dem Verkehrsverein und der Verkehrsgesellschaft durchgeführt hat. Die nun veröffentlichten Ergebnisse beschäftigten sich mit der Frage, welche Waren und Produkte die Rheinenser hauptsächlich in der Emsstadt einkaufen, welche auch anderswo besorgt werden und welchen Stellenwert das Internet hat.

Grundlage der Untersuchung sind insgesamt 672 vollständig beantwortete Fragebögen, die die EWG bis zum Einsendeschluss im Dezember 2014 zurückerhalten hat. In dem umfangreichen Datensatz sind alle Alters-, Bildungs- und Einkommensklassen vertreten, der einen Querschnitt durch die Rheinenser Bevölkerung darstellt und das Einkaufsverhalten repräsentativ abbildet.

Ganz oben auf der Liste der hauptsächlich in Rheine gekauften Waren stehen Sortimente des kurzfristigen und täglichen Bedarfs wie Nahrungs- und Genussmittel sowie Drogerieartikel, die knapp neun von zehn Bürger in Rheine einkaufen. Auch Bücher, Schreibwaren, Zeitschriften und Parfümerieartikel kaufen acht von zehn Bürger in Rheine und damit ganz bevorzugt in der eigenen Stadt. Ebenfalls hoch sind die Anteile bei Uhren und Schmuck sowie in den Bereichen Foto und Optik, die knapp sieben von zehn Bürger überwiegend in Rheine einkaufen.

„Dies sind erfreulich hohe Anteile, die auf eine entsprechende Attraktivität des Angebots und damit eine Bindung der Kaufkraft hier in Rheine hindeuten“, kommentiert Dr. Manfred Janssen, EWG-Geschäftsführer, das Ergebnis der Auswertung. „In anderen Segmenten gibt es allerdings auch Anzeichen für Handlungspotenziale und mögliche Angebotslücken.“ Manfred Janssen bezieht sich damit besonders auf Bekleidung sowie Sport- und Freizeitartikel, die knapp jeder zweite Bürger nicht in Rheine einkauft. Mehr als 15 Prozent der Rheinenser kaufen diese Waren überwiegend in Münster oder Osnabrück ein. Zusätzlich verbucht auch das Internet z.T. relativ hohe Anteile von über 20 Prozent.

„Grundsätzlich wissen wir auch aus anderen Städten um den Bedeutungszuwachs und heutigen Stellenwert des Internet als „Einkaufsort“. Allerdings konnten wir solche Zahlen bisher nicht eins zu eins auf Rheine übertragen, weshalb wir das Einkaufsverhalten der Rheinenser nun genauer untersucht haben“, fasst Dr. Dennis Guth, Projektverantwortlicher für das EWG-Monitoring, die Zielsetzungen der Untersuchung zusammen.

„Insgesamt bieten die Ergebnisse vielfältige Anhaltspunkte für Entwicklungsmöglichkeiten“, resümiert Manfred Janssen von der EWG. „Wir wissen aus unserer Umfrage, dass sich die Bürger neue Impulse für die Innenstadt und das Einkaufen in Rheine wünschen. Aktuelle Vorhaben und Investitionen wie die Fertigstellung der Ems-Galerie oder das Projektvorhaben DM entsprechen den Wünschen der Bevölkerung und auch weitere Maßnahmen wie der kürzlich fertiggestellte Umbau von Böckmann oder die Aufwertung des EmsForums machen die Innenstadt und das Einkaufserlebnis attraktiver. Die Wettbewerbsfähigkeit Rheines in der Region sollte in Folge dieser Investitionen und Entwicklungen zunehmen“, kommentiert Manfred Janssen abschließend die Ergebnisse.

Kontakt:
EWG für Rheine mbH
Dr. Dennis Guth
E: dennis.guth@ewg-rheine.de
T: +49 5971 800660

2016-11-21T15:11:17+00:00