„Die Schlagkraft verbessern“ – City-Management neu organisiert

EWG jetzt zentrale Anlaufstelle
„Vor Jahrzehnten war Rheine die Einkaufsstadt im Münsterland. Heute laufen uns andere Städte den Rang ab. Das muss anders werden“, sagte Hans-Joachim Brockmeier, Vorsitzender der ISG Emsquartier, als gestern das neu aufgestellte Citymanagement bei der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft vorgestellt wurde. „Wir sind froh, in dieser neuen Struktur arbeiten zu können. Es war lange unser Wunsch, ein strategisches Stadtmanagement zu haben“, ergänzte Bruno Müller, Vorsitzender des Handelsvereins.

City-Management künftig unter einem Dach: Unser Bild zeigt (v.l.) EWG-Geschäftsführer Manfred Janssen, Peter Schöning (Innenstadtverein), Hendrik Welp (Projektleiter City-Management), Bruno Müller (Handelsverein) und Joachim Brockmeier (Immobilienund Standortgemeinschaft Emsquartier).

Als wichtiges Signal wertete Manfred Janssen, Geschäftsführer der EWG, die Neuaufstellung: „Kommune und Private ziehen jetzt an einem Strang. Im Hintergrund geht es nach Angaben von Janssen bei der Neuaufstellung des Stadtmarketings mit großen Schritten voran.

Das Citymanagement ist eine der fünf Säulen des neu ausgerichteten Stadtmarketings.
Eine „stärkere Schlagkraft und verbesserte Kommunikation“ versprach Hendrik Welp, der bei der EWG die Geschäftsstellen-funktion für die beteiligten Institutionen übernimmt.

Viel verspricht sich auch Peter Schöning, Vorsitzender des Innenstadtvereins, von der neuen Organisation. „Es hat immer eine Klammer gefehlt, die das Ganze professionalisiert“. Er sieht in der Neuorganisation einen immensen Vorteil. Es gehe darum, in allen Bereichen Besucher und Kunden nach Rheine zu holen. „Wir waren deutlich an unsere Grenzen gestoßen, weil wir das alle ehrenamtlich machen“, räumte Schöning ein.

Um die Gewerbetreibenden, die Immobilieneigentümer und die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle
Maßnahmen und Projekte in der Innenstadt zu informieren, soll künftig zweimal jährlich ein „Forum Handel
und Innenstadt“ stattfinden. Weil die Akteure in der Innenstadt nach Angaben von Hendrik Welp immer mehr
in Quartieren denken, sollen auch diese Einheiten einbezogen werden. So soll zum Beispiel auch das Centermanagement der künftigen Ems-Galerie von Anfang an einbezogen werden. Weitere Arbeitsfelder sind neben Beratung, Information und Kontaktvermittlung die Organisation des RheineGutscheins, die Vermarktung der Einkaufsstadt und die Koordination der Einzelhandels- und Innenstadtentwicklung.
Alle Beteiligten legten gestern Wert auf eine Einbeziehung des Verkehrsvereins und der Stadt Rheine.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung vom Freitag, 14. Dezember 2012 von Reiner Wellmann

2016-11-21T15:11:19+00:00