Chancen durch Besinnung auf die eigenen Stärken

Zehn Jahre Vorsitz im Handelsverein: Bruno Müller zog positive Bilanz

Hexen, die das Frühjahr austreiben, Sternstunden mit Feuerwerk, Advents-Shopping und Wichtelsonntag kurz nach Weihnachten – lang war die Liste der Aktivitäten, an die Bruno Müller in seinem letzten Geschäftsbericht als Vorsitzender des Handelsvereins am Donnerstag erinnerte. Eine „echte Granate“, so Müller wörtlich, sie der Wichtelsonntag in Kooperation mit Radio RST gewesen. Dabei konnten rund 300 ungeliebte Weihnachtsgeschenke oder Fehlkäufe gegen Gutscheine, die im Rheiner Einzelhandel einzulösen waren, getauscht werden. Der Erlös in Höhe von 2500 Euro wurde für die Arbeit des Frauenhauses gespendet.

Vorsitzender Markus Berning gratuliert Susanne Schmidt, die vom Handelsverein zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt wurde und die Nachfolge von Bruno Müller antritt

 

Abschließend rief Bruno Müller die Mitglieder des Handelsvereins auf, angesichts zunehmender Konkurrenz – vor allem durch den Online-Handel – den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. „Rheine hat in den vergangenen zehn Jahren einige gravierende wirtschaftliche Rückschläge ganz gut weggesteckt“, sagte Müller. Er erinnerte an den Rückzug der Bundeswehr aus Rheine, an die Schließung von Karmann und Hertie mit dem Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen. „Wenn ich denke, was für ein Medienhype um die 2500 Arbeitsplätze bei Opel in Bochum gemacht wird – und von Rheine redet kein Mensch“, so Müller. Viele vorzeigbare Projekte und Aktivitäten habe man in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht, vieles davon in Zusammenarbeit mit der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rheine (EWG). „Manches davon, wie zum Beispiel der Rheine-Gutschein, ist inzwischen von anderen Städten abgekupfert worden. Aber irgendwie ist das ja auch ein Kompliment“, so Müller schmunzelnd. Nach den Neuwahlen übernahm die neu gewählte Vorsitzende Susanne Schmidt den Vorsitz der Versammlung. „Ich habe die neue Aufgabe gern übernommen und bedanke mich für ihr Vertrauen. Aber ich weiß auch, dass es sehr große Fußstapfen sind, in die ich trete“, sagte sie.

von Klaus Dierkes, Münsterländische Volkszeitung vom 22. März 2014

2017-03-30T13:24:44+00:00